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ie Firma Wiese Umwelt Service GmbH als Vorhabenträger plant auf der Fläche einer Kompostieranlage im Ortsteil Warza den Neubau einer Klärschlammtrocknungs- und Verbrennungsanlage mit nachgeschalteter Anlage zur Phosphatdüngemittelherstellung aus der anfallenden Verbrennungsasche.

Bei der Verbrennung von Klärschlamm werden schädliche organische Inhaltsstoffe zerstört und die zu entsorgende Menge reduziert. Je nach Verwertungsart ist die Rückgewinnung verschiedener Rohstoffe möglich. Zur Verbesserung der Energiebilanz der Klärschlammverbrennung wird der Klärschlamm zuvor weitestgehend mechanisch entwässert. Der häufig verwendete Begriff der Trockenmasse bezeichnet dabei die Klärschlammmasse ohne Wasseranteile.

Das Konzept des Vorhabenträgers sieht folgendes vor:

    • Trocknung und Verbrennung von ausschließlich entwässerten kommunalen Klärschlämmen mit einem durchschnittlichen Trockensubstanzgehalt von 25%;
    • Anlage aus zwei kompletten redundanten Linien mit jeweils 50.000 Tonnen Kapazität;
    • Trocknung der Klärschlämme unter Nutzung der Abwärme aus der Verbrennung;
    • Behandlung der Abluft aus der Trocknung mit Wäschern, so dass sie geruchsneutral abgeführt wird;
    • Verbrennung der Klärschlämme, wobei der Fokus auf einer zuverlässigen und robusten Technologie liegt, die es erlaubt, die anfallende phosphathaltige Asche zu einem Düngemittel aufzuarbeiten;
    • Produktion eines Phosphatdüngemittels für die Landwirtschaft.

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ie Vorhabenfläche entspricht der Fläche, die bereits für die derzeit am Standort vorhandene Kompostierungsanlage genutzt wird. Die bestehenden Anlagen der Kompostierungsanlage werden bei Realisierung des beantragten Vorhabens vollständig zurückgebaut. Der ebenfalls auf der Betriebsfläche vorhandene Wasserturm bleibt erhalten.